Kategorie: Rock - Pop - Jazz - Blues - Weltmusik

Freitag, 03.11.17, 20:00 Uhr
Haberkasten
Einlass ab 19:00 Uhr

NORBERT SCHNEIDER & BAND

Neuaufnahme - Eine Hommage an Georg Danzer

In der Musikszene ist der zweifache Amadeus Award Gewinner Norbert Schneider längst kein Geheimtipp mehr! Mit seiner Stimme, die drei Oktaven umfasst, und seiner halbakustischen Gibson Gitarre schlägt er eine Brücke zwischen verschiedenen Musikstilen wie Blues, Soul und Austro Pop. 2013 veröffentlichte er sein erstes Mundart-Album, das auf Platz 4 der österreichischen Charts einstieg. Norbert Schneider hat dem unvergessenen Georg Danzer mit seinem aktuellen Album "Neuaufnahme" eine Hommage gewidmet und eroberte damit auf Anhieb die Charts auf Platz 5 der Austria Top 40!

Wer Norbert Schneider schon ein bisschen länger kennt, wird sich bei diesem jungen Wiener nicht mehr über allzu Vieles wundern. Für ihn ist die Vielfalt, ist auch das sich ausprobieren Ansporn und Herausforderung, also Programm. Sein jüngstes Album heißt nun „Neuaufnahme“ und enthält 14 Lieder aus dem Werke eines – wir sagen es mal so salopp wie auch überspitzt – Säulenheiligen der österreichischen Liedkultur. Doch Georg Danzer hätte keinen besseren Laudator finden können, geht doch Schneider nicht etwa in die Knie, nein, er verbeugt sich nur angemessen und macht dann ein Lied nach dem anderen zu seinem eigenen. Ein Talent, das natürlich keineswegs aus dem Nichts kommt.
Norbert Schneider wurde in Wien geboren und wuchs in Prottes (Niederösterreich) auf. Angespornt durch die Musik im eigenen Elternhaus, erlernte er als Kind zunächst klassische Violine. Fasziniert von der rauen Energie des Blues griff Norbert im Alter von 15 Jahren zur Gitarre. Durch intensives Hören dieser Musik studierte er im Alleingang seine musikalischen Vorbilder. In dieser Zeit entdeckte er neben dem Musizieren auch seine zweite Leidenschaft: Das Komponieren. "Das Schreiben eigener Stücke und die Selbstinszenierung waren die eigentlichen Gründe, warum ich nach meiner Klassikzeit nicht mit dem Musizieren aufgehört habe." Mit seiner Stimme, die drei Oktaven umfasst, und seiner halbakustischen Gibson-Gitarre schlägt er zunächst eine Brücke zwischen verschiedenen Musikstilen wie Blues, Soul und Pop, inzwischen hat er die Palette noch erweitert und sammelt seine Sounds fast auf der ganzen Welt und ohne jegliche Berührungsängste ein.

Norberts Vielschichtigkeit und Kreativität spiegelten sich immer auch in seinen zahlreichen musikalischen Projekten wider, deren Repertoire vom Swing über den R’n’B und Gospel bis hin zum Blues reichten. Im März 2009 wurde Norbert Schneider der 1. Vienna Blues Award verliehen, ihm sollten noch etliche Preise, Charterfolge, Alben und eigene Tourneen oder solche im Vorprogramm von internationalen Stars wie P!NK, One Republic und Simply Red folgen, bis Norbert Schneider gewissermaßen bei sich, ganz zuhause ankam. So spielte in seinen Anmerkungen zum Album „Schau ma mal“ Österreichs ewiger Popstar Falco eine erstaunlich tragende Rolle, zudem sang Schneider bereits hier Songs von Georg Danzer („Ollas Leiwaund“), Horst Chmela („Wia a Schlafwandler“, „Ana hat immer des Bummerl“) und Karl Hodina („Mir hams mein Schrebergarten gnommen“). „Ich habe mir das jahrelang“, sagt Schneider, „ohne es zu probieren, immer sperrig vorgestellt – ein Lied in Deutsch zu singen, geschweige denn es zu schreiben. Vielleicht hatte ich die wortschwangeren Texte, die zu Beginn des neuen Jahrtausends so populär waren, immer in den Ohren“.

Schneider auf Deutsch, dabei ist es auch beim letzten Album des Wieners, „Entspannt bis auf die Knochen“, geblieben. Und das seltsame, leicht verstörende und gerade deshalb wunderbare Gefühl, welches den Zuhörer beim Vorgänger beschlich, wich allmählich derselben Gelassenheit, mit der Schneider seine erstaunliche Wandlung zum mehr oder weniger mundartlichen Chansonnier vollzogen hat. Ausschließlich mit Songs aus der eigenen Feder bestückt, klang alles, was er beim letzten Mal noch leicht klagend, aber unbekümmert zu singen beliebte, als habe er sich in seinem nun nicht mehr ganz so neuen Kosmos wohnlich eingerichtet. Die neuen Räume, in denen er nun lebte, wirkte und wandelte, waren noch immer manchmal gemütlich, atmeten aber auch moderne Eleganz und selbstbewussten Witz. Und sie erstrahlten in derart kosmopolitischen Farben, dass
sich Norbert Schneider endgültig uneinholbar weit von jeder seriösen Kategorisierung entfernen konnte. Eine Krönung erhielten des Künstlers neue Klänge nach 2014 nun 2016 zum bereits zweiten Mal auch von den Juroren, die ihn erneut mit dem Amadeus Award bedachten.

Da war der Schritt zum Wagnis, Danzer neun Jahre nach seinem tragisch frühen Tod ein musikalisches Denkmal zu setzen, das unverhohlen in den Farben Schneiders erstrahlt, nur noch ein folgerichtiger. Nennen wir das Kind doch einfach so: Leidenschaftliche Musik eines leidenschaftlichen Menschen für leidenschaftliche Musikliebhaber, die jetzt schon wieder den passenden Soundtrack bekommen. Vom selben Passionierten wie schon beim letzten und vorletzten Mal.

VVK: € 27,60 (erm. € 22,10)
AK: € 29,- (erm. € 24,-)
Musik-Abo: € 14,-
Teilbestuhlt
Karten gibt es ab 19 Uhr an der Abendkasse, Tel. 08631/612-292

Veranstalter: Kreisstadt Mühldorf a. Inn

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